Halloween: Die Geschichte der Kürbisse und Gruselgestalten
Schon als Kinder haben wir Fratzen in Kürbisse geschnitzt, eine Kerze hineingestellt und den Kürbis vor der Haustür drapiert. Mittlerweile wurde diese Tradition durch den amerikanischen Volksbrauch "Halloween" erweitert. Dass dieser aber eigentlich gar nicht so amerikanisch ist, sondern eine europäische Geschichte hat, wissen die wenigsten.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz fanden früher zum Zeitpunkt der Rübenernte vielerorts sogenannte Rübenumzüge statt, die je nach Region unterschiedlich abliefen. In Ostfriesland beispielsweise war es früher Brauch, dass die Kinder der armen Bevölkerung zum Martinifest mit sogenannten "Kipkapköögels", den Rübengeistern, von Haus zu Haus zu zogen und um Nahrungsmittel bettelten. Die Kipkapköögels waren ausgehöhlte und mit eingeschnitzten Gesichtern verzierte Futterrüben, die innen von einer Kerze beleuchtet wurden. Dieser Brauch geriet aber im Lauf der Jahre immer mehr in Vergessenheit und wurde vom Martini-Singen zu Ehren des katholischen Heiligen Martin von Tours am Abend des 10. November abgelöst. In der Oberlausitz dagegen stellten die Kinder die "Flenntippln", wie hier die Rübengeister heißen, beispielsweise in den Vorgärten der Nachbarn und Bekannten auf und erhielten dafür Süßigkeiten. Heutzutage bedienen wir uns für Deko-Ideen mit dem Kürbis in all seinen Variationen.
Der Ursprung von Halloween
Das moderne Halloween-Fest hat seinen Ursprung entgegen landläufiger Meinungen wahrscheinlich nicht in Amerika, sondern in Europa. Vor vielen Jahrhunderten feierten die Kelten, die nur zwischen den zwei Jahreszeiten Sommer und Winter unterschieden, am Abend zwischen Sommer und Winter ein Fest, an dem sie ihrer Toten gedachten und ihnen Speisen anboten. Weil die Kelten jedoch im Lauf der Jahre eine immer größer werdende Angst vor dem Tod entwickelten, begannen sie damit, sich zu verkleiden, um den Tod überlisten zu können.
Als die Nachfahren der Kelten, die Iren, im 19. Jahrhundert schließlich nach Amerika auswanderten, verbreitete sich der Halloween-Brauch auch dort. Und weil der Brauch seit Einführung des gregorianischen Kalenders immer am 31. Oktober, also dem Tag vor dem katholischen Feiertag "Allerheiligen", stattfindet, nannte man ihn dort "All Hallows Eve", abgekürzt: Halloween.
Halloween-Feiern werden immer populärer
Schon seit Jahren haben Halloween-Partys großen Zulauf und sind für viele die gruselige Variante von Karneval. Neben Masken und Kostümen darf hier natürlich auch das Make-Up nicht fehlen. Gerade Latex, Kunstblut und andere Mittel zum Verunstalten des eigenen Gesichts werden da gerne verwendet. Wir möchten Ihnen noch eine andere Möglichkeit vorstellen, denn aus Mexiko schwappt vom "Día de los Muertos", dem "Tag der Toten", die sogenannte Sugar-Skull-Maske zu uns herüber. Dabei handelt es sich um eine blumige und bunte Variante des Totenschädels. Wie das richtige Make-Up gelingt, zeigen wir in der folgenden Galerie.
(Quelle: mein-schoener-garten.de)

